Mein Name ist Wolfgang Kriener.
Ich spiele Jazz Kontrabass in Quintstimmung - meistens pizzicato und manchmal mit dem Bogen.
Am Namen kann und will ich nichts ändern. Ich habe mich seit vielen Jahre daran gewöhnt. Alle anderen Begriffe sind für mich im ständigen Wandel.
Spielen: Einfach Musik machen, Musik erleben und erleben lassen ist das schönste für mich.
Jazz: Sagt Alles und Nichts. Lässt sich eigentlich nicht in einem Satz beschreiben. Mir gefällt besonders, dass es so viele Richtungen wie Musiker gibt. Jazz eben!
Kontrabass: Seit der Zeit als der "Stangl" nicht mehr regelmässig zu unseren Proben kam spiele ich dieses Instrument und habe bis heute nicht bereut, dafür auf das Gitarrespielen zu verzichten.
Quintstimmmung: Ist ein Mysterium. Ich weiss auch nicht mehr, ob mich ein lange schlummernder Hunger nach einem bestimmtenn Klang oder einfach nur die "Midlife Crisis" dazu bewegt haben, die Quartstimmung an den Nagel zu hängen. Nach neuesten Erkenntnissen möchte ich allerdings auch nicht mehr zurück. Ich persönlich sehe, höre und spüre keinen Grund.
Bewegung: Das Prinzip "Bewegung" ist mir seit dem Lapsus mit der Quintstimmung erst bewusst geworden. Klingt komisch, ist aber so. Bedeutet eine große Freude.
Pizzicato: Muss eigentlich für einen Jazz Bassisten nicht gesondert erwähnt werden. Ich bewege mich da in einer langen Tradition der Rhythmusgruppen und freue mich auf jedes Konzert, bei dem ich meinen Beitrag zu einem guten Sound beisteuern darf.
Bogen: Eigentlich auch ein Mysterium. Ich bin total angefressen vom Klang eines gestrichenen Kontrabasses und spiele jede freie Minute. Manche Minute arbeite ich auch an meiner Bogentechnik, ganz nach dem Motto: Ich habe ja noch so viel Zeit. (Eine Stunde hat sechzig Minuten, ein Tag hat vierundzwanzig Stunden, ein Jahr hat meistens Fünfhunderfünfundzwanzigtausensechshundert Minuten. Von den vielen Sekunden ganz zu schweigen!)